Mittwoch, 13. Mai 2009

Wir machen ernst

Ab sofort sind wir hier zu finden.

Umzug

fast abgeschlossen. Ein paar Marotten müssen noch ausgemerzt werden.

Ich glaub...

...ich krieg meine Tage. JETZT SCHON??!?

Montag, 11. Mai 2009

11 Wochen planlos geniessen

Relativ Planlos sind meine Wochentage, seit ich zuhause bin, also seit knapp 3 Monaten, auch wenns sich nicht so lange anfühlt. Beim 3. Kind weiss man schon vor der Geburt: das beste im Alltag mit Baby ist, sich bloss nichts vorzunehmen. Nicht unter Druck setzen lassen

Jaja das hört man beim ersten Kind schon, lass den Haushalt liegen, leg Dich mit dem Baby hin, ruh Dich aus...! Trotzdem klappt das oft nicht so richtig. Man plant, versucht allen gerecht zu werden, den Haushalt so lala in Schuss zu halten falls die Schwiegermama kommt und um 11Uhr vormittags mal eben schnell in einen 20-Minuten-Schlaf zu verfallen, bloss weil dem Dauerstillbaby gerade überraschend die Augen zugefallen sind, können auch die wenigsten frischen Mamas. Und dann wirds stressig.  
Bei Madi bin ich sprichwörtlich tagelang im Pyjama rumgeschlurft, hatte Angst die schlafende Maus auch nur aus der Hand zu legen und sowieso war alles ein einziges Chaos. Und je mehr ich mir vornahm, doch endlich wieder mein Leben in den Griff zu kriegen, desto chaotischer wurde es. 
Nun habe ich ja das Pech, nur wenige Monate "Erziehungsurlaub" in Anspruch nehmen zu können. Bei Madi und Jan waren es jeweils 4 Monate und mit Alícia kann ich schon erstaunliche 5 Monate zuhause bleiben, plus noch einige Urlaubstage. Das ist nicht viel und das muss bis auf die letzte Minute genutzt werden. Also versuche ich, so wenig wie nötig in soviel Zeit wie möglich zu machen. Der Stress liegt derzeit im Wochenende, wenn alle 3 Kinder zuhause sind und der Papa oft arbeiten. Ich putze und räume auf wie mir der Sinn steht unter der Woche, bestelle die Einkäufe, mache die Wäsche. Und dann, Freitag abend, lasse ich alles stehen und liegen und das Wochenende beginnt. Wird es sehr chaotisch, was passieren kann bei einem 5-Personenhaushalt mit Haustieren, dann hole ich dreimal tief Luft und sage mir, bald ist wieder Montag. So funktioniert das. Ich glaube insgesamt war ich noch nie so entspannt und ausgeglichen wie jetzt nach der Geburt von Alícia. 
Heute morgen war ich im Büro und dort wundert man sich, dass ich so ungestresst bin, so ausgeruht und so gelassen. Ich war ja heute nicht zum ersten Mal mit Baby dort, aber die Fragen sind immer die gleichen: Stillst Du noch? Und? Keine Eifersucht bei Jan? Schläft die Kleine gut?  Und irgendwie kann ich selbst nicht glauben, wie ich noch aufrecht stehen kann, nach gestern Abend bügeln bis halb 2, dann 6 Stunden Schlaf unterbrochen von 3-4 Stillpausen (kein Scherz), heute morgen Kinder zur Schule bringen, dann gleich darauf Alícia bei der Tante geparkt und ab ins Fitnessstudio. Und dabei hatte ich noch nie so gute Haut wie jetzt, keinen einzigen Pickel im Gesicht, wofür ich auch noch ein paar Komplimente eingesackt habe. 
Und weil mein Leben so entspannt und schön ist zur Zeit und ich dem Frieden so gar nicht traue das eigentlich gar nicht verstehen kann, suche ich nach Gründen und schiebe es mal auf meinen planlosen Alltag, denn wer sich nichts vornimmt, kann auch nichts verpassen. 

Die frischgebackene Rita-Mama haben wir heute gemeinschaftlich angerufen, nachdem sie sich in einer Rundmail entschuldigte, nicht ans Telefon zu gehen. Und ihr Erstmama-Stress war wunderbar herzerfrischend und süss. Einerseits tat sie mir leid, weil die kleine Maus noch Tag-Nacht-vertauscht ist und anscheinend noch viel zu viel schreit und stillt für den Geschmack einer Erstmama. Andererseits kam bei mir ein kleines bisschen Wehmut auf, weil es doch immer was ganz besonderes ist, zum ersten Mal Mutter zu werden. Alles ist neu und man muss es entdecken. Man probiert und hört auf alle und jeden. Und man weiss noch nicht was morgen kommt. Bitte nicht falsch verstehen, aber dieses neue Gefühl hat mir dieses Mal ein bisschen gefehlt. Alícia ist 11 Wochen bei uns und die sind einfach so durch meine Finger geflossen. Am liebsten würde ich jede Minute in Flaschen abfüllen und bin traurig, dass ich bei Madi damals so schnell genervt war und überfordert. Und dass mir die 4 Monate, bis sie praktisch durchschlief wie Jahre vorkamen. Und dass man beim ersten Kind den Rat "Geniess es, die werden so schnell gross..." echt nicht mehr hören kann, obwohl er doch so wahr ist, wie man später unweigerlich selber herausfindet. 
Und heute habe ich Ritas Mama diesen Rat gegeben, mit einem kleinen Kloss im Hals...

Sonntag, 10. Mai 2009

Und weil...

...es regnet was der Himmel hergibt und alle Kinder brav schlafen und ich die hunderttausend Sachen, die ich tun sollte, nicht tun will, schreib ich noch ein bisschen.


Zuerst Jan. Wir sind fast am Ziel, dieses Wochenende gab es nur 2mal eine nasse Hose und heute ist sogar dass grössere Geschäft im Topf gelandet. Wie peinlich, worüber sich Eltern so alles freuen können. Diese Wir-reden-ununterbrochen-über-Körperausscheidungen-Phase finde ich so gar nicht redenswert, aber da müssen wir durch und zwar am besten so schnell wie möglich und ganz ohne Druck. Und so freue ich mich wie doof darüber, dass auch Jan sich nun endlich über seine Erfolge freut, sein Geschäft am richtigen Ort und zur richtigen Zeit absetzen zu können. Ganz so einfach scheint das ja für einen zweieinhalbjährigen nicht zu sein. Und wenn er deswegen jedem auf der Strasse erzählt was er heute alles in den Topf gemacht hat, müssen wir da auch durch, da steht ne coole Mama doch drüber, oder?

Madi. Hat wohl aus der Erkältung ne Stirnhöhlenentzündung gezaubert. Die ärmste beschreibt die Symptome, die ich von meiner chronischen Entzündung so gut kenne. Mal abwarten ob da Antibiotika her müssen... Ansonsten hat sie ja mit ihrem kleinen blauen Alleskönner einen neuen besten Freund gefunden...

Alícia. Süss wie immer. Und ich schreibe jetzt nicht, wie unglaublich brav sie ist und so pflegeleicht, wie ich schon immer wenigstens ein Kind haben wollte. So zufrieden mit ihrer Krabbeldecke und mit der Aussicht auf Chaos Bewegung, die wir eh immer zuhause haben. Ich schreibe auch nicht, dass sie inzwischen fast punktgenau mit ihren Geschwistern in den Nachtschlaf verfällt und punktgenau (7:38Uhr) mit ihnen zum Schulbeginn wieder aufwacht - NATÜRLICH noch mit den 2stündlichen Stillpausen, aber Nachtschlaf ist doch was anderes, auch mit Stillen. Und ich schreibe auf gar keinen Fall, dass sie auch Mittagschlaf hält, relativ zeitgleich mit Jan und sicher gute 3Stunden. Und ich schreibe nicht, dass Alícia nicht weint, ausser sie hat Bauchschmerzen und braucht eine gute 3-min-Massage oder sie ist so müde, dass sie unbedingt und dringend ins Mamas Bett will. 
Manchmal fängt sie schon an zu meckern, wenn man sie schlicht auf den Arm nehmen will und freut sich wenn man sie wieder irgendwo ablegt, aber auch das schreibe ich hier nicht, sonst - wer weiss - ist es die längste Zeit so gewesen und mein Pflegeleichtkind verschwindet auf nimmer Wiedersehen, und das will ja keiner, am allerwenigsten ich! 
Aber dass sie die Bauchlage hasst, das kann ich offiziell schreiben. Sie hebt den Kopf kein Stück! Auf dem Arm, obwohl sie es nicht mag, hält sie sich aber ganz fein aufrecht und den Kopf auch schon gut in die Höhe. 
Die Haare wachsen wieder (der Milchschorf auch) und das ganze Kind kommt mir unglaublich lang vor, obwohl sie laut Massband so etwa bei 59cm liegt, also nichts aussergewöhnliches. Alícia ist eigentlich mittlerweile vormittags und nachmittags wach, aber man hört sie kaum und wenn sie müde ist, schliesst sie zwischendurch mal ein paar Minütchen die Augen. Ich muss wirklich demnächst mal irgendein Spielzeug zum Anschauen für sie besorgen. Greifen funktioniert noch gar nicht, aber sie lächelt alles an was man ihr vor die Augen hält.
Angefasst werden mag sie auch nicht so besonders gern, zumindest nicht an den Händen und am Kopf. Nägelschneiden und Gesichtspflege sind mit viel Schreierei verbunden, ebenso das Baden. Im Wasser ist Alícia kurz ruhig, aber davor und danach... Nur zum Schlafen mag  sie gern kuschelige Nähe. Deswegen liegt das Gitterbett auch die meiste Zeit der Nacht brach.
Morgen sinds übrigens schon stolze 11 Wochen und ich frage mich bereits wo schon wieder die Zeit geblieben ist.

new generation

Madi ist jetzt stolze Besitzerin eines Laptops. Und das ganz serienmässig. Alle portugiesischen Grundschüler bekommen einen solchen für´n Appel und´n Ei (zwischen 0€ und 50€) und das ganze ist ein neues von der Regierung finanziertes Bildungsprogramm. 
Und die Kiste ist wirklich der Hit!  Alle neuesten technischen Finessen, für die ich eh zu blöd bin, sie anzuwenden, paar Gramm schwer und nur halb so gross wie ein normaler Läppi, kabelloses Internet und Kindersicherung. Ausserdem ein prima Mamaspielzeug ;-)
Tja so vorsintflutlich die Portugiesen manchmal sind... da kann ma net meckern.

Das Ding gehört ab sofort zum regulären Schulmaterial und muss mit ins Klassenzimmer. Die Hausaufgaben werden zum Teil online gemacht, mit direkter Kontrolle der Lehrerin. 


Muttertag

Allen deutschen Müttern einen schönen Muttertag! 

Mein Muttertag war bereits letzten Sonntag ;-)
Meine allerliebste grosse Tochter hat mir ein wunderbares neues Portemonaie geschenkt, weil ich so traurig war, dass mein altes in der gestohlenen Tasche abhanden gekommen ist. 

Freitag, 8. Mai 2009

Wir haben heute...

  1. ...in destiliertem Wasser gebadet.
  2. ...mit Int.im.lotion die Haare gewaschen.
  3. ...mit Shampoo...
  4. ...eine Bäckerei eröffnet.
1. Das ganze beruht auf einem Unfall. Ich habe die bestellten Einkäufe eingeräumt und dabei gleich die Vorratskammer aufgeräumt. Die hat es mindestens 1x die Woche bitter nötig. Immer dabei natürlich Alícia in ihrer Wippe, die seitlich hinter mir stand. Hinter mir stand auch eine halbvolle 5Literflasche destiliertes Wasser, ein bisschen dumm gestapelt. Und als ich mich nun ein bisschen dumm bewegte, gab es hinter mir ein entsetztes Glucksen und wildes Geschrei. Die Flasche war direkt zwischen Alícias Beinen gelandet und hatte sich über sie ergossen. Plitscheplatschenass war sie und für geraume Zeit untröstlich, aber sauber und unverletzt.

2.+3. Naja das geschah schusseligerweise heute unter der Dusche und muss wohl nicht genauer kommentiert werden...

4. Der Nachteil an bestellten und nach Hause gelieferten Lebensmitteln ist eindeutig, dass man genau aufpassen muss, was man da ankreuzt im www... Da brachten mir die Herren doch heute ganze 4 bestellte Brotlaibe in die Küche. Wenigstens habe ich die nächsten Tage auf die nervige Frage "Was gibts heute zu essen?" eine Antwort: BROT. 
Meine Kollegin hat übrigens mal 36 Packungen Tomatenmark bestellt...


Umzug

Wir werden demnächst umziehen, das wurde soeben beschlossen.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Emotionen



Jan entdeckt das Fotografieren und da kommen allerlei Schnappschüsse bei raus.
Man kann unschwer erkennen, welches derzeit sein Lieblingsmotiv ist (er selbst).


Mein Lieblingsmotiv ;-)

Rita

Rita ist gut gelandet, wie schön. Aus verständlichen Gründen bin ich bei diesem Thema noch äusserst sensibel und habe für Rita ein paar Tränchen fremdvergossen, aber es war einfach nur zu rührend mit der frischgebackenen und begeisterten Erstmama zu sprechen. Ein wunderhübsches kleines Mädchen! und das heisst schon was, wenn ich das sage! Und ausserdem wurde sie im Krankenhaus meiner beiden ersten Geburten geboren, was noch mal einen kleinen Wehmutsschub auslöst.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Wir wünschen

... der kleinen Rita einen schnellen Start in diese Welt, denn ihre Mama liegt gerade in den Wehen und ich muss zugeben, dass ich wahnsinnig aufgeregt bin ;-)


B.L.Ö.D. III

Es geht so blöd weiter, Jan verrichtet sein Geschäft wo er gerade geht und steht. Nicht schön und es sieht mir verdächtig nach purer Absicht aus Protest gegen was auch immer aus. Zum Haareraufen, aber echt!


Ausserdem war heut der Wurm drin, Mama allein zu Haus, keines der Kinder wollte schlafen, alle schrien rum und provozierten, ausser Alícia, die schrie nur rum. Nun schläft Jan verheult neben mir auf der Couch, Madi eingeschnappt in ihrem Bett, weil Jan auf die Couch durfte und Alícia schläft im Ehebett, wie immer. Und ich sitze hier mit einem schlechten Gewissen, weil ich bestimmt mal wieder alles falsch gemacht habe... 


Dienstag, 5. Mai 2009

B.L.Ö.D. II

Auch sehr blöd klingt "im Gegensatz von zuhause"... Aber mir fällt da jetzt gar nichts austauschbares ein und so überlesen wir das jetzt einfach mal bitte im unteren Beitrag!

B.L.Ö.D.

Wenn man sich morgens wie doof freut, weil Sohnemann freiwillig zum ersten Mal ohne Windel in die Kita stolziert, wo er eigentlich schon seit 4 Monaten relativ trocken ist im Gegensatz von zuhause und er dann nachmittags in geborgten Klamotten inklusive Schuhen heimkommt, weil seine eigenen Wechselsachen bei sovielen "Ausrutschern" nicht gereicht haben, ist Mama ein klitzekleines bisschen enttäuscht. Und wenn Sohnemann dann abends zur Krönung nochmal auf den Teppich pinkelt, machts das nicht besser.


Wenn die Wohnung im Sommer genauso heiss ist wie im Winter kalt, dann haben wir jetzt um die 28Grad in der Bude und die Vorahnung, schneller eine neue Wohnung suchen zu müssen, als uns lieb ist.

Wenn das kleinste Kind vor lauter Hitze oder einem Erbschen unter der Matratze so gar nicht einschlafen kann und Mama mal wieder das Nähen auf morgen verschieben muss, dann ist das B.L.Ö.D. 

Und wenn Jan die Schränke ausräumt, weil Mama beim Essenkochen nicht überall sein kann und dabei Geschenke findet, die eigentlich erst für die nächsten Geburtstage sein sollten, dann freuen sich zwar die Kinder aber es ist schon wieder B.L.Ö.D.

Auch, sich mit dem Finanzamt streiten zu müssen, ist B.L.Ö.D.

Und dass der Tag nur 24Stunden hat, sowieso...

Und überhaupt...